Es Ist Geschichte!

The Famous Project CIC hat die Route der Jules-Verne-Trophy vollendet und ist damit die erste rein weibliche Crew in der Geschichte, die eine Nonstop-Weltumsegelung ohne Unterstützung auf einem Maxi-Trimaran gesegelt ist.

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Wir blicken zurück auf die Höhepunkte der zweiten Hälfte dieses außergewöhnlichen Abenteuers bis ins Ziel

Im vorherigen Teil hatte The Famous Project bereits Geschichte geschrieben, mit der Rundung von Kap Hoorn. In diesem Artikel zeichnen wir nach, was diese außergewöhnlichen Frauen in der zweiten Hälfte der Reise bewältigen mussten, eineinhalb Monate echter Ozean, geprägt von Entscheidungen, Anpassungen und unvorhersehbaren Momenten. Mit klarem Kopf, Erfahrung und mentaler Stärke meisterten sie jede Situation, von der Wetterstrategie bis zu den technischen Grenzen des Bootes, und brachten das Projekt mit Teamgeist und Entschlossenheit ins Ziel, selbst wenn See, Wind und Bedingungen alles auf die Probe stellten.

Nach Kap Hoorn, der Heimweg zwischen Strategie, Vorsicht und einem Großsegel, das im Finale nachgibt, zwei Tage vor dem Ziel

Nach Kap Hoorn verändert sich der Ozean, und mit ihm die Perspektive. Für The Famous Project CIC war der 6. Januar nicht nur ein Punkt auf der Route, sondern eine symbolische Grenze. Ab diesem Moment war die Leistung bereits Geschichte. Doch der letzte Abschnitt Richtung Frankreich wurde zu einer Lektion “intelligenter” Seemannschaft, mit Übergängen, Routenentscheidungen und klaren Prioritäten, Sicherheit zuerst.

Südatlantik

Tempo und zurück zur “Lesbarkeit” vertrauter Gewässer

In den Tagen nach Kap Hoorn frisst IDEC SPORT wieder Meilen mit langen, schnellen Schlägen, vorbei an Isla de los Estados, dann an den Falklands, und entlang Argentiniens nach Norden, getragen von kräftigen Südwinden. Das Tempo ist hoch, doch an Bord erzählt vor allem die Stimmung vom Phasenwechsel.

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Nach Kap Hoorn haben wir den Unterschied sofort gespürt. Die See beruhigt sich allmählich und die Bewegungen werden berechenbarer, und vor allem gibt es dieses starke Gefühl, wir sind auf dem Weg nach Hause

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SLAM

© Deborah Blair QUOTE: ALEXIA BARRIER

Das Schachbrett Atlantik

Hochdruck, Manöver, Geduld

Der Atlantik schenkt nie einen geraden Heimweg. Die ersten großen Hochdruckgebiete tauchen auf, die es zu umrunden gilt, ohne im windarmen Zentrum hängen zu bleiben. Hier zeigt sich die Klarheit des Teams und die Fähigkeit, nicht der perfekten Zahl hinterherzulaufen.


Und vor allem:"Den Atlantik können wir besser lesen, die Strategie bleibt subtil, fast wie eine Schachpartie"

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Wir sind nicht auf eine Zahl fixiert. Ziel ist es, sicher zu segeln, Boot und Crew zu schützen

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SLAM

©Deborah Blair QUOTE: ALEXIA BARRIER

Ein Foil weniger, die Route bleibt lebendig

In einer Leichtwindphase stellt die Crew einen schweren Schaden am Steuerbord Foil fest, Delamination, nicht mehr nutzbar. Das Handling ist sofort und rational, Foil hoch, gesichert, weiter geht’s ohne Drama. IDEC SPORT stammt aus der Zeit vor der Foil Ära.

Äquator und Doldrums

Das Thema Großsegel kehrt zurück

Am Day 48 wird der Äquator passiert, ein symbolischer Moment und der Beginn des letzten Abschnitts Richtung Europa. Doch die ITCZ, mit Gewittern und Flautenlöchern, fordert die Crew erneut. Und sie rückt das heikelste Thema der gesamten Umsegelung wieder in den Mittelpunkt, den Großsegel Hook, der jede Reff Aktion langwierig und verlustreich macht. Am Day 49 kommt bei einem Manöver zusätzlich ein Riss an der Achterkante des Großsegels dazu.

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Nichts Dramatisches. Wir reparieren schnell, aber wir segeln mit zwei Reffs und J3

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SLAM

@Deborah Blair

Nordatlantik

der Mentalste Abschnitt, dann der härteste Schlag

Mit Kurs nach Norden wird die Navigation instabiler und strategischer, Systeme jagen einander, die See baut auf, das Ende rückt näher. Die Müdigkeit ist real, aber die Klarheit bleibt.
„Wir sind müde, aber vor allem klar und ruhig. Weil wir wissen, warum wir hier sind.“

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Paradoxerweise sind wir erschöpft, aber mental stark. Es gibt immer einen echten Teamgeist

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SLAM

Die wichtigste Entscheidung

Warten statt erzwingen

Im Finale, zwischen Winterstürmen und “verbotener” See, entscheidet sich das Team, nicht “das Schlimmste herauszufordern”, sondern auf ein besseres Zeitfenster zu warten, und der Vernunft zu folgen. Hier wird der Wert des Projekts besonders klar, im Ozean gewinnt nicht, wer am meisten riskiert, sondern wer besser entscheidet.
Dee Caffari fasst es in einem Satz zusammen, der wie ein Manifest klingt: "Wenn es einfach wäre, würden es alle tun"

SLAM an Bord

Echter Test, echtes Feedback

Die letzte Etappe Richtung Frankreich war kein simples Hochlaufen im Atlantik. Sie wurde zum echten Test, ohne Filter. Zuerst das Steuerbord Foil unbrauchbar. Dann der Großsegel Hook immer kritischer. Schließlich der härteste Schlag, das Großsegel gibt endgültig nach, zerrissen, nicht mehr zu setzen.
IDEC SPORT segelt so in reduzierter Konfiguration weiter, nur mit Wingmast und Vorsegeln, während der Nordatlantik sein winterliches Finale vorbereitet. In diesem Setting versteht man wirklich, was es heißt, technische Ausrüstung unter Realbedingungen zu testen, Decksmanöver in schwerer See, kontinuierliche Wachen, permanente Feuchtigkeit, Kälte des Südens, dann Äquatorhitze, dann wieder Sturm.
SLAM ist Teil dieser Realität als technischer Partner, nicht als ferne Präsenz. Bekleidung, entwickelt zum Schützen, Bewegen, Atmen und schnellen Trocknen, über Wochen getragen in den härtesten Bedingungen der Welt. Das Feedback entsteht genau hier, bei Segelwechseln in der Nacht, Impro Reparaturen und Minimal Setup.
Im Ozean gewinnt nicht, wer am meisten drückt, sondern wer besser managt. Wer warten kann, das richtige Fenster wählt, und Sicherheit vor die Stoppuhr stellt. Das ist dieselbe Philosophie, die technische Entwicklung antreibt, nicht dem Extremen hinterherjagen, sondern bereit sein, wenn das Extreme wirklich da ist.
Und genau deshalb spricht dieses Projekt dieselbe Sprache wie SLAM.

  • Copyright : Mark Lloyd / JM Liot.
    Merci

Ankunft in Frankreich

Geschichte vollendet

m Montag, 26. Januar 2026, um 12:00 Uhr, zwischen Ushant und Lizard, überquerten Alexia Barrier, Dee Caffari, Annemieke Bes, Rebecca Gmür Hornell, Deborah Blair, Molly LaPointe, Támara Echegoyen und Stacey Jackson, an Bord von IDEC SPORT für The Famous Project CIC, die Ziellinie der Jules Verne Trophy Route nach 57 Tagen, 22 Stunden und 20 Minuten Nonstop Segeln.
Es ist kein absoluter Rekord, aber ein Ergebnis, das dennoch in die Geschichte eingeht, erste rein weibliche Crew, die die Nonstop Jules Verne Umrundung vollendet hat, und zum ersten Mal überhaupt führt ein Frauenteam einen Maxi Trimaran ohne Stopp um die Welt. Der vorige rein weibliche Versuch unter Tracy Edwards endete im Südlichen Ozean. Insgesamt hatten zuvor nur 14 Seglerinnen überhaupt eine Jules Verne Umrundung versucht.
IDEC SPORT, ein Design von über zwanzig Jahren, aus der Zeit vor der Foil Ära, hat gezeigt, wie sehr Zuverlässigkeit, Kompetenz und gutes Management ebenso zählen können wie reine Geschwindigkeit. Von Beginn an, mit Großsegel Hook Problemen, Foil Schäden und Systemen am Limit, sprach die Crew nie von Aufgeben. Das Ziel war klar, einen Weg zu öffnen.
Und dieser Weg existiert jetzt.
Von den Pionierinnen von gestern bis zu diesen acht Frauen, die einen Versuch in ein greifbares Ergebnis verwandelt haben, die Bedeutung geht über die Endzeit hinaus. Es ist ein starkes Signal für Offshore Segeln und Sport, die Grenze ist nicht mehr die, die man dachte.

Applaus für Sodebo Ultim 3

Neuer Rekord

Während The Famous Project CIC nur noch etwas mehr als einen Tag bis zur Ziellinie fehlte, wurde am Sonntag ein weiterer historischer Moment im Offshore Segeln geschrieben. Die acht Seglerinnen gratulierten der Crew von Sodebo Ultim 3, die in diesen Stunden den neuen Rekord der Jules Verne Trophy setzte und die Nonstop Weltumsegelung in 40 Tagen, 10 Stunden und 45 Minuten beendete, die schnellste Umrundung aller Zeiten.
Ein außergewöhnliches Ergebnis, das Performance, Strategie und Teamwork auf höchstem Niveau vereint, im selben ozeanischen Rahmen, in dem auch The Famous Project seine eigene Seite Geschichte schrieb. Zwei unterschiedliche Leistungen, verbunden durch denselben Horizont, die Nonstop Weltumsegelung, bei der der Ozean der einzige wirkliche Richter bleibt.

author: Elena Giolai/SLAM

Press Sources: thefamousproject.io; sail-world.com: yachtingworld.com

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