Monaco Optimist Academy:
segelfieber, von klein auf

Die Veranstaltung des
Yacht Club de Monaco, bei der erstmalig mehr
als 150 junge Segler aus aller Welt teilnahmen, war ein großer
Erfolg.

Monaco Optimist Academy:<br>segelfieber, von klein auf

Segeln ist viel mehr als nur ein Sport: Beim Segeln begegnet man der Unendlichkeit, lernt sich selbst kennen, respektiert die Umwelt und seine Mitmenschen, selbst dann, wenn sie Gegner sind. All diese Werte lernt man am besten von Klein auf.

Deshalb ist es ein besonderes Anliegen des monegassischen Yacht-Clubs, Kinder und Jugendliche für das Segeln zu begeistern. Zu diesem Zweck wurde die Monaco Optimist Academy gegründet, die dieses Jahr ihre dritte Veranstaltung austrug.

Das Event richtet sich an junge Talente des Segelsports „under 14“ und ist die wichtigste Schulungsmöglichkeit für junge Segler aus aller Welt. Bei der Veranstaltung 2019 nahmen über 150 Jugendliche teil. Die besondere Formel „open-source“ der Monaco Optimist Academy sieht vor, dass die Coachs mit den jungen Sportlern in Kontakt sind, die die Unterweisungen sofort anwenden können. Für ein besseres Verständnis dieses „Workshops auf dem Meer“ haben wir uns mit Paolo Ghione, dem sportlichen Direktor der Monaco Sport Academy, getroffen.
"Die Kultur des Meers als eine Lebensschule"

Aus welchem Grund haben Sie die Monaco Sport Academy gegründet?

Wir verspürten die Notwendigkeit, die Ausbildungsmethode zu aktualisieren und an die Generation der „Digital Natives“ anzupassen. Die Kinder dieser Generation haben in ihrer Jugend mehr Schwierigkeiten, sich auf nur ein Ziel zu konzentrieren, als die vorherige Generation. Die technische Abteilung der Monaco Sport Academy bietet jungen Monegassen konkrete Unterstützung und zielt auf den erzieherischen Erfolg ab, unabhängig davon, ob die jungen Segler und Seglerinnen nun Sportmedaillen holen oder nicht.

Was bedeutet es, mit so jungen Sportlern zu arbeiten?

Es bedeutet, sich in jeder Hinsicht um die Kinder zu kümmern und ihnen zu helfen, Schule, Sport, Familie und ihr Privatleben, aber auch ihre Ambitionen in Einklang zu bringen. Wenn ein Junge oder Mädchen den Wunsch verspürt, den Segelsport aufzugeben, verstecken wir uns nicht hinter einfachen Alibis und versuchen zu verstehen, was bei unserer Methode nicht funktioniert hat.
In diesem Fall muss man kompetent sein, sich selbst in Frage stellen können und von einer großen Leidenschaft beseelt sein.

Ist es schwer, Kindern und Jugendlichen auch in Situationen der Rivalität Respekt zu lehren? Unterscheidet sich der Segelsport in dieser Hinsicht von anderen Sportarten?

Segeln ist ein bescheidener Sport. Es werden viele Fähigkeiten benötigt, um die ersten Plätze zu belegen, der Weg an die Tabellenspitze ist lang. Wir lehren Respekt und Fair Play innerhalb unseres Teams. Der alleinige Fokus auf Rivalität erweist sich schnell als nutzlos und isoliert denjenigen, der sie ausübt. Segeln ist durchaus ein individueller Sport, doch man trainiert und wettkämpft in der Gruppe.

Die MSA ist Teil des Yacht Club de Monaco, der immer gezeigt hat, dass ihm die Ausbildung junger Talente am Herzen liegt. Warum ist diese Tätigkeit so wichtig?

Unser Präsident, Prinz Albert II., ist fest davon überzeugt, dass Sport einen erzieherischen Wert hat. Die Sport Academy arbeitet daran, diese Überzeugung umzusetzen und Kinder nach soliden Prinzipien auszubilden. So bieten wir neben den Events im November die „Seadventures Camps“ an, ein Stage mit verschiedenen Disziplinen für Kinder und Jugendliche von 6 bis 15 Jahren. Die tiefste Berufung unseres Yacht Clubs ist es zweifelsohne, die Kultur des Meers als eine Lebensschule zu verstehen und Jugendliche auszubilden, die starke Werte haben.